Unter diesem Thema wird es in der kommenden Zeit Erfahrungsberichte geben zu gestalterischen Falt- und Biege-Techniken und und wie wir Bremer Maker hierfür Personal-Fabrication-Maschinen einsetzen.

Heute: Moderne Verpackungen ohne Klebeverbindungen als Mitmach-Giveaways

Für unsere Ausstellungs- und Messeauftritte (z.B. auf der Maker Faire) sind wir stetig auf der Suche nach Möglichkeiten, wie wir unserem Publikum die zahlreichen Maschinen und Technologien vermitteln können, mit denen wir als Maker regelmäßig arbeiten.

Während natürlich Lasercutter und 3d-Drucker selbstverständlich nach wie vor die „Zugpferde“ sind, wenn es um Beispiele aus der Maker-Szene geht, so sind diese jedoch meistens nicht so einfach zu transportieren, wie wir es gerne hätten.

In den letzten Jahren hat sich daher für uns ein (auf den ersten Blick eher unscheinbares) Gerät als besonders gut geeignet erwiesen für den mobilen Einsatz: Der Schneidplotter.

Mit diesem lassen sich einfach und zuverlässig quasi beliebige Formen aus Papier und Karton auschneiden – und, was für uns gleichermaßen wichtig ist, an verschiedenen Stellen perforieren. So fertigen wir, meist innhalb einer Minute, vor den Augen der Besucher einen Bausatz, den sie anschließend, auch ohne besondere Kenntnisse im Papierfalten, sofort selber ausprobieren und erfolgreich zusammensetzen können. Dank dieser „Mitmach-Giveaways“ schaffen wir es immer wieder, unseren Standbesuchern das Maker-Prinzip direkt „begreifbar“ zu machen!

Zwei Beispiele, die wir vor allem auf den Maker Faires gemeinsam mit zahlreichen begeisterten Besuchern auf unserem Stand gefaltet haben:

Die Double-Twist-Box

Eine einfache aber zuverlässige Methode, längliche Verpackungen an den Enden zu verschließen, ist die sogenannte Twist-Faltung. Durch Anbringen einer Reihe von Diagonalfalten wird ein Dreh-Mechanismus vorbereitet, der, wenn er abschließend zusammengelegt wird, einfach ausgeführt werden kann und die Schachtel an Ober- und Unterseite sicher verschließt. Lösst man zusätzlich noch an der Längsseite einen Teil des Materials überlappen, so wird für die Verpackung kein einziger Tropfen Klebstoff benötigt, da der Zusammenhalt durch die Drehfaltung gewährleistet ist.

Die Double-Pillow-Box

Die „klassische“ Pillow-box mit zwei geraden und zwei eingefalteten Seiten kennt der eine oder andere vielleicht bereits von Schreibgeräte- oder Sonnenbrillenverpackungen.

Wir haben nun diesen Mechanismus genommen und auf alle vier Seiten eines Quadrats angewendet anstatt nur auf die beiden kurzen Seiten eines Rechtecks. Das Ergebnis ist eine viereckige Schachtel aus zwei identischen Kreisen. Durch abwechselndes über- und Unterlappen der gekrümmten Seitenflächen lassen sich die beiden Schachtelhälften einfach ineinanderstecken und man erhalt eine elegante, stabile Verpackung mit vollständig gebogenen Oberflächen.

An dieser Stelle wie immer der Hinweis: Wenn ihr allgemein Fragen zu dem Thema habt oder auch konkret Unterstützung benötigt bei einem Projekt – dann meldet euch bei uns, wir stehen euch selbstverständlich jederzeit gerne mit Rat und Tat zur Seite!

Autor: Heiko Ahrens